Land und Leute
Im Juli 2025 hatte sich die Stadt Adorf bei der Wettbewerbsreihe der Wüstenrot-Stiftung „Land und Leute“ beworben. Beim diesjährigen Wettbewerb, der unter dem Motto „Mehr Orte für Viele“ steht, zeichnet die Wüstenrot-Stiftung neue soziale Treffpunkte aus, in denen lebendige Gemeinschaften entstehen und aus denen Impulse für die Orts- und Stadtmitten erwachsen.
Die Stadt reichte zusammen mit Dr. Zeitler vom Sozialwissenschaftlichen Institut für regionale Entwicklung das Adorfer Gefängnis als Kultur- und Kreativort ein.
Juni 2026 Preisverleihung
Auch die Jury schätzte ein, dass das Gefängnis ein solcher Ort ist und vergab einen der begehrten Anerkennungspreise nach Adorf. Möglichmacherin Anja Neudel, Kay Burmeister als Gebäudeeigentümerund Dr. Klaus Zeitler als langjähriger Unterstützer nahmen den Preis am 26.06.2026 in Erfurt in Empfang. An der Spitze sind wir diesmal nicht ganz, aber trotzdem stolz. Adorf hat knapp 800 Mitbewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hinter sich gelassen!
Prof. Philip Kurz der Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung ging in seiner Laudatio auf die Vielfalt der Angebote im Gefängnis ein und nannte vor allem die abwechslungsreichen Möglichkeiten, die das Gefängnis bietet, um kreative Eigeninitiativen zu entwickeln als Gründe für die Auszeichnung. Der Preis ist mit 1000.- Euro dotiert und soll natürlich dem Gefängnis zugutekommen. An der weiteren Entwicklung des Kultur- und Mitmachortes wird aktiv gearbeitet. Viel interessanter als das Preisgeld sind aber die Publikation, in der wir mit zwei Seiten vertreten sind und die Aufnahme in die Wanderausstellung, die in den kommenden Monaten durch die gesamte Bundesrepublik tourt, sind sich die Macher einig. Auf diese Weise wird die Stadt Adorf auch einem größeren Publikum bekannt und der Leitspruch „Adorf einfach anders“ um einen neuen Baustein erweitert.
September 2025
Gute Neuigkeiten! Die Stadt Adorf kommt als eine von 25 Initiativen mit ihrer Bewerbung in die engere Wahl der Preisträger.
Am 16. September 2025 fand der Jurybesuch statt, wobei nicht nur das Gefängnis vorgestellt und besichtigt wurde, sondern auch aktuelle andere Vorhaben und Initiativen der Stadt, die damit im Zusammenhang stehen. Die Mitglieder der Vorprüfungskommission und der Jury aus Bayern und Baden-Württemberg teilten hierbei mit, dass sich in diesem Jahr 850 Teilnehmer beworben haben.
Teilnehmer beim anschließenden Stadtrundgang, bei dem auch die aktuelle "Mehrwert.Lebenswert-Wand" besichtigt wurde: Nico Roth, Bürgermeister Rico Schmidt, Jurymitglied Manuel Slupina, Vorprüfer Konstantin Bauch und Magdalena Blumenfelder sowie Möglichmacherin Diana Arzt
„Es ist ja schon ein Riesenerfolg, dass wir bei dieser großen Zahl an Bewerbern unter den letzten 25 mit dabei sind“ meinte Rico Schmidt während des gemeinsamen Rundgangs.
Nun gilt es die Daumen zu drücken, bis die Stadt erfährt, welchen Platz sie letztendlich einnehmen wird. Die öffentliche Würdigung ist auf den vorderen Plätzen auch mit einem Preisgeld verbunden. Die Entscheidung soll bis Jahresende fallen.