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Elternbeiträge Kita

Die Betriebskosten für das Jahr 2018 sind ausgewertet und bestätigt.

Krippe:
Ein Krippenplatz (9 Std.) kostete im Monat 1.111,64 €.
Die Elternbeiträge würden nach den jetzigen Regelungen zum 01.07. weiter/wieder steigen. Der Stadtrat diskutiert im Moment über eine Neuregelung. Bis hierzu eine Einigkeit erzielt wird, wurde beschlossen die Elternbeiträge vorerst einzufrieren (auf die bisherigen 214 €).

Kindergarten und Hort:
Die Elternbeiträge bleiben konstant bei

- Kindergarten: 114 € (tatsächliche Kosten 493 €)
- Hort: 64 € (tatsächliche Kosten 226 €)

Ermäßigungen
Alle Ermäßigungsregelungen bleiben bestehen.

Grundlage der Festlegung sind die Regelgungen des Sächsischen Kindertagesstättengesetzes über den Umfang der Elternbeteiligung und ein Stadtratsbeschluss vom Oktober 2016, durch den die Eltern künftig nach einem festen Prozentsatz an den Gesamtbetriebskosten für einen Platz beteiligt werden:

  • Krippe: 21,0 %     
  • Kiga:    23,0 %     
  • Hort:    24,0 %     

Gründe für den Kostenanstieg sind im Wesentlichen Mehrkosten für die Bereitstellung des pädagogischen Personals. Im Bereich Krippe kommt der verbesserte Betreuungsschlüssel zum Tragen.


Warum belastet die Stadt die Eltern und trägt Kostensteigerungen nicht allein?

Die entsprechende Entscheidung im Jahr 2016 und damit die Antwort auf diese Frage haben sich die Stadträte alles andere als leicht gemacht.

Der Hauptgrund ist:
Auch künftig soll in den Kindereinrichtungen investiert werden. Summen für sinnvolle Investitionen in neue Ausstattung, neue Spielgeräte und Außenspielgelände, verbesserten Brandschutz usw. sind nicht in den Elternbeiträgen enthalten und können wir aber nur aufbringen, wenn wir unseren finanziellen Handlungsspielraum nicht von den laufenden Kosten "auffressen" lassen. Dies ist umso wichtiger, da wir verfügbare Fördergelder nur abrufen können, wenn wir diese Investitionen tatsächlich tätigen wollen und können. Es wäre unsinnig, diese Möglichkeiten der Drittfinanzierung für notwendige und sinnvolle Maßnahmen nicht zu nutzen bzw. die Möglichkeit zu vergeben, den möglichen Investitionsumfang dadurch erheblich zu steigern, zumal alle Kinder von diesen verbesserten Bedingungen profitieren.

Ein weiterer wichtiger Grund:
Die Stadtfinanzen solide zu halten, ist die Grundvoraussetzung für die weitere positive Entwicklung unserer ganzen Stadt. Unsere Stadt soll lebenswert sein, sehr viele Projekte für ein verbessertes Stadtbild laufen bzw. sind in der Planung, die allen Einwohnern und hierbei insbesondere auch Familien mit Kindern zugute kommen. Dafür muss das Einnahmen- und Ausgabengefüge im Stadthaushalt stimmig sein.

Und:
Qualität, und die ist vorhanden, kostet. Unsere Eltern und Kinder haben zwei wunderbar gelegene und baulich auf dem neuesten Stand befindliche Einrichtungen mit einem gut qualifizierten und hochmotivierten Personal. Die Stadt trägt den weitaus größten Teil der höheren Kosten, die Eltern als Nutzer anteilig zu beteiligen ist bei allem Verständnis angemessen. Es gibt umfassende Ermäßigungsregelungen, um Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern zu entlasten. Außerdem können Geringverdiener Zuschüsse des Jugendamtes bekommen.

Noch ein Wort zum Schluss:

Rufe nach weiter verbesserten Betreuungsbedingungen wie eine noch weitergehende Absenkung des Betreuungsschlüssels sind gut und schön. Aber dass dies enorme Summen kostet, die irgendwo herkommen müssen, kann und darf man nicht außer Acht lassen.