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Demografiewerkstatt Kommunen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat eine "Demografiewerkstatt Kommunen" ins Leben gerufen. Die Stadt Adorf/Vogtl. ist eine der acht Kommunen in Deutschland, die das BMFSFJ für dieses Modellprojekt ausgewählt hat.

Das Projekt "Demografiewerkstatt Kommunen" (DWK) wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Fernsehlotterie. Es wird unterstützt von den Kommunalen Spitzenverbänden. Weitere Projektpartner sind die Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. / Institut für Gerontologie an der TU Dortmund (wissenschaftliche Begleitung) und das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. (Geschäftsstelle DWK).
www.demografiewerkstatt-kommunen.de

15.05.2018

Update zum aktuellen Stand unseres Demografie-Programms:

  • Aktuell wurden von der DWK zwei Mitmachaktionen unterstützt: die zum Freilegen des Volleyballplatzes im Waldbad und Anfang Juni der Treppenputz/das Treppenfest an der Grabentreppe.
  • Derweil laufen die Vorbereitungen für die Einrichtung eines WhatsApp-Newskanals für die Adorfer Jugend. Mehr dazu demnächst...

17.04.2018

Die Demografiewerkstatt ermöglicht der Stadt Adorf zwei Werbespots zur besten Sendezeit in der ARD. Gezeigt werden wird das Zusammenwirken verschiedenster Akteure bzw. von Jung und Alt für ein zukunftsfähiges und lebenswertes Adorf. Am 13.04.2018 fanden dazu die Dreharbeiten statt. Sendetermin ist Sonntag, der 13.05.2018 - 18.47 Uhr bzw. 19.58 Uhr.

09.03.2018

Diese Woche fand das diesjährige Austauschtreffen aller beteiligten Kommunen in der kleinen Gemeinde Vrees im Emsland statt. Die Gemeinde ist sehr aktiv im Bereich "Zu Hause selbstbestimmt wohnen bis ins hohe Alter". Auch von den anderen Teilnehmern und der wissenschaftlichen Begleitung des Institutes für Gerontologie der TU Dortmund konnten wir viel lernen und mitnehmen.

Obwohl die Problemlagen ähnlich sind hat nahezu jede Kommune andere Ansätze, der Austausch hat sich als sehr wertvoll erwiesen - auch wenn es etwas schwerfällt, das an dieser Stelle in kurze Worte zu fassen. Die Arbeit in Adorf wurde sehr positiv bewertet.

20.12.2017

Zum Projektfortschritt der Adorfer Demografiewerkstatt fand am 16.12.2017 eine öffentliche Bürgerveranstaltung im Adorfer Rathskeller statt. Eingeladen hatte die Stadt neben den Projektpartnern aus Berlin auch Vertreter der Stadt Riesa, die ebenfalls Modellkommune ist. Prof. Martina Wegener vom BMFSFJ stellte das Projekt insgesamt noch einmal kurz vor. Bürgermeister Rico Schmidt und DWK-Berater Klaus Zeitler brachten die Aktivitäten seit Projektbeginn 2016 in Erinnerung und standen für Fragen zur Verfügung.

Was wurde bisher? Eins wurde deutlich, Adorf hat angefangen sich zu bewegen - und die Leute mit. Zur großen Bürgerversammlung zum Sammeln und Diskutieren von Zukunftsideen ("Zukunftswerkstatt") haben sich im September 2016 mehr als 100 Leute beteiligt. Allein im letzten Jahr wurden zwei wichtige und altersübergreifende neue Einrichtungen in Adorf etabliert: der Bürgerbus und das Mehrgenerationenhaus. Beide werden sehr gut angenommen und leben auch von ehrenamtlichen Engagement.
Die durchgeführte Jugendbefragung brachte Erkenntnisse, denen wir uns langfristig, aber auch bereits im Jahr 2018 widmen wollen. Hier denken wir zunächst an die Zusammenarbeit und Kommunikation mit Ausbildungsbetrieben, die es zu verbessern gilt. Ein zweiter Punkt ist das kulturelle Leben in Adorf, das nicht nur für die Jugend, sondern für die Lebensqualität aller Altersgruppen in Adorf außerordentlich wichtig ist. Eine Keimzelle alternativer Kultur ist die Adorfer Fronfeste. Aus diesem Treffpunkt für regionale Bands ist das Adorfer Open Air entstanden, ein dreitägiges Rock & Punk Festival im Juni, das 2018 in seine vierte Saison gehen wird. Initiativen wie diese wollen wir unterstützen und damit die Vielfalt an Angeboten und Entfaltungsmöglichkeiten in Adorf weiter fördern. Im Dezember 2017 hat sich zu unserer Freude ein neuer Verein in Adorf gegründet: kleinstadtPerspektiven e.V., der ähnliche Ziele verfolgt und sich für die Weiterentwicklung und mehr Kultur in unserer Stadt einsetzen möchte. Im neuen Jahr wird sicher mehr darüber zu erfahren sein.

Beim Dauerthema Ärztemangel mahnte Altbürgermeister Christian Heidan ein gemeinsames Vorgehen im gesamten oberen Vogtland an. Mit einer Veranstaltung für die obervogtländischen Ärzte und Klinikvertreter zum Thema Telemedizin wurde hier in Adorf ein Anfang gemacht. Im Jahr 2018 soll es hier weitere Aktivitäten geben. Ebenso gibt es bereits Gedanken und erste Gespräche zur Nutzung der ehemaligen Ambulanz. Bis hier etwas spruchreif wird, wird sicher noch Zeit ins Land gehen. Aber die Stadt ist dran und hat mit dem Erwerb des Gebäudes im April 2017 einen wichtigen Schritt getan.

Wie die Bürger an einer demografiegerechten Stadtentwicklung beteiligt werden können, dazu konnten wir Beispiele aus der Stadt Riesa hören. Dort ist man dabei, eine Freiwilligenbörse für Dienste und ehrenamtliche Arbeit einzurichten. Auch wurde ein Stadtspiel entwickelt, das sehr interessant klingt. Es wird an verschiedenen Orten in der Stadt von verschiedensten Leuten gespielt und bringt jeweils unterschiedliche Schwerpunkte einer künftigen Stadtentwicklung zutage. Ein allgemeiner Austausch mit Riesa wurde angeregt, was wir als sehr positiv betrachten.

Ins neue Jahr blicken wir angesichts der Entwicklung zuversichtlich - und außerdem gibt es ja etwas zu feiern!